Dicke Regentropfen trommelten an diesem Samstag im Sommer 1995 auf die Dachfenster der Wohnung über dem Kreuzherreneck. Uns war langweilig. Es dauerte noch Stunden, bis die Nacht begann. Die Mitbewohnerin war nicht da. Wir stöberten durch ihre Klamotten, die auf der Kleiderstange in der Wohnküche der WG hingen. Eine Federboa. Spitzen-BHs.

Im Regal die Zenith-Kamera mit einem abgelaufenen Dia-Film, für den es viel zu dunkel im Zimmer war. Die Rotlichtlampe, die als einzige mobile Lichtquelle ausreichen musste. Schminken, lachen, posen.
Freundinnen.


Je t’adore, ma sœur de cœur. Pour toujours.